Stahlmarkt

  • Der deutsche Stahlmarkt steht schon seit einiger Zeit unter starkem Preisdruck. Verschärft wurde das Problem jedoch durch künstlich niedrige Preise für Importe aus China und Russland. Nun hat die EU-Kommission Strafzölle für kaltgewalzte Flachstahlprodukte aus China und Russland eingeführt. Für die chinesischen Importe betragen die Zölle zwischen 13,8 und 16 Prozent, während für Importe aus Russland zwischen 19,8 und 26,2 Prozent zusätzlich fällig werden.

    China ist der weltgrößte Stahlproduzent, hat jedoch aktuell eine Überkapazität von bis zu 300 Millionen Tonnen. Dies könnte ein Grund für die niedrigen Preise sein. Zur Zeit gibt es deshalb Schutzmaßnahmen für 37 Stahlprodukte. Weitere Untersuchungen betreffen insbesondere nahtlose Rohre, Bleche und warmgewalzten Flachstahl.

  • Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die weltweite Stahlproduktion im Januar 2016 um 7,1 % niedriger ausgefallen. Einen großen Anteil daran hat China, wo die Produktion im Januar um 7,8 % auf 63,2 Millionen Tonnen sank. Abstich am HochofenIn Deutschland sank die Stahlproduktion im Februar laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl um 4 % und betrug somit nur noch 3,4 Millionen Tonnen.

    Laut einem Bericht des Handelsblatt erwartet Thyssen-Krupp im laufenden Jahr circa 41,5 Millionen Tonnen Stahl zu produzieren. Dies wären etwa 3 % weniger, als im Vorjahr. Zum Teil wird der Rückgang auf die Überkapazitäten in China zurückgeführt. Die Mengen können im eigenen Land nicht mehr abgesetzt werden und gelangen deshalb zu sehr geringen Preisen auf den Weltmarkt. 

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