Stahl

  • Heute findet deutschlandweit ein Stahlaktionstag statt. Die Aktion wird von der IG Metall organisiert und soll auf die Gefährdung der deutschen Stahlindustrie durch eine Verschärfung von Umweltauflagen und Niedrigpreisimporte aufmerksam machen.
     
    Die Hauptkundgebung findet in Duisburg statt.Stahlarbeiter am Hochofen Dort wird auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet. Weitere Aktionen wird es in Berlin, Salzgitter und im Saarland geben. Die Aktionen werden von großen Stahlherstellern wie Thyssen Krupp und dem Verband der Saarhütten unterstützt.
     
    Die deutschen Stahlwerke sind mit nur 1,3 Tonnen CO2 pro Tonne Stahl mit unter den weltweit umweltverträglichsten. Im Vergleich dazu werden für eine Tonne Stahl aus China etwa 1,8 Tonnen CO2 veranschlagt. Somit würde eine Verschärfung der Umweltauflagen und ein weiterer Rückgang der deutschen Stahlproduktion eher zu einer Steigerung der weltweiten CO2 Emissionen führen.

  • Der deutsche Stahlmarkt steht schon seit einiger Zeit unter starkem Preisdruck. Verschärft wurde das Problem jedoch durch künstlich niedrige Preise für Importe aus China und Russland. Nun hat die EU-Kommission Strafzölle für kaltgewalzte Flachstahlprodukte aus China und Russland eingeführt. Für die chinesischen Importe betragen die Zölle zwischen 13,8 und 16 Prozent, während für Importe aus Russland zwischen 19,8 und 26,2 Prozent zusätzlich fällig werden.

    China ist der weltgrößte Stahlproduzent, hat jedoch aktuell eine Überkapazität von bis zu 300 Millionen Tonnen. Dies könnte ein Grund für die niedrigen Preise sein. Zur Zeit gibt es deshalb Schutzmaßnahmen für 37 Stahlprodukte. Weitere Untersuchungen betreffen insbesondere nahtlose Rohre, Bleche und warmgewalzten Flachstahl.