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Neue Superstähle in der Entwicklung

Abguss von TitanschlackeEin Stahl mit dem gleichen Gewicht-Festigkeits-Verhältnis wie Titan ist der Traum vieler Konstrukteure. Einem koreanischem Forscherteam ist letztes Jahr ein Durchbruch bei der Erzeugung von Stahl-Aluminium Legierungen gelungen. Diese Legierungen haben das Potential, ein sehr hohes Gewicht-Festigkeits-Verhältnis zu erreichen.

Bisherige Aluminium Legierungen hatten den großen Nachteil, dass sie zwar hohe Festigkeiten erreichten, jedoch gleichzeitig sehr spröde waren. Diese Eigenschaft entstand, da sich im Gefüge sehr harte B2 Kristalle bildeten, die aus einer Mischung von Eisen und Aluminium bestehen. Dem Forscherteam ist es gelungen, diese Kristalle zu verteilen, sodass sie von weicherem Material umgeben sind. Im Endeffekt entsteht so ein hochfester, duktiler Werkstoff, der beispielsweise Anwendung in der Automobil- und Flugzeugindustrie finden könnte.

Deutschlandweiter Stahlaktionstag

Heute findet deutschlandweit ein Stahlaktionstag statt. Die Aktion wird von der IG Metall organisiert und soll auf die Gefährdung der deutschen Stahlindustrie durch eine Verschärfung von Umweltauflagen und Niedrigpreisimporte aufmerksam machen.
 
Die Hauptkundgebung findet in Duisburg statt.Stahlarbeiter am Hochofen Dort wird auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet. Weitere Aktionen wird es in Berlin, Salzgitter und im Saarland geben. Die Aktionen werden von großen Stahlherstellern wie Thyssen Krupp und dem Verband der Saarhütten unterstützt.
 
Die deutschen Stahlwerke sind mit nur 1,3 Tonnen CO2 pro Tonne Stahl mit unter den weltweit umweltverträglichsten. Im Vergleich dazu werden für eine Tonne Stahl aus China etwa 1,8 Tonnen CO2 veranschlagt. Somit würde eine Verschärfung der Umweltauflagen und ein weiterer Rückgang der deutschen Stahlproduktion eher zu einer Steigerung der weltweiten CO2 Emissionen führen.

Weltweite Stahlproduktion sinkt

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die weltweite Stahlproduktion im Januar 2016 um 7,1 % niedriger ausgefallen. Einen großen Anteil daran hat China, wo die Produktion im Januar um 7,8 % auf 63,2 Millionen Tonnen sank. Abstich am HochofenIn Deutschland sank die Stahlproduktion im Februar laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl um 4 % und betrug somit nur noch 3,4 Millionen Tonnen.

Laut einem Bericht des Handelsblatt erwartet Thyssen-Krupp im laufenden Jahr circa 41,5 Millionen Tonnen Stahl zu produzieren. Dies wären etwa 3 % weniger, als im Vorjahr. Zum Teil wird der Rückgang auf die Überkapazitäten in China zurückgeführt. Die Mengen können im eigenen Land nicht mehr abgesetzt werden und gelangen deshalb zu sehr geringen Preisen auf den Weltmarkt. 

EU erhebt Strafzölle gegen chinesisches Preisdumping

Der deutsche Stahlmarkt steht schon seit einiger Zeit unter starkem Preisdruck. Verschärft wurde das Problem jedoch durch künstlich niedrige Preise für Importe aus China und Russland. Nun hat die EU-Kommission Strafzölle für kaltgewalzte Flachstahlprodukte aus China und Russland eingeführt. Für die chinesischen Importe betragen die Zölle zwischen 13,8 und 16 Prozent, während für Importe aus Russland zwischen 19,8 und 26,2 Prozent zusätzlich fällig werden.

China ist der weltgrößte Stahlproduzent, hat jedoch aktuell eine Überkapazität von bis zu 300 Millionen Tonnen. Dies könnte ein Grund für die niedrigen Preise sein. Zur Zeit gibt es deshalb Schutzmaßnahmen für 37 Stahlprodukte. Weitere Untersuchungen betreffen insbesondere nahtlose Rohre, Bleche und warmgewalzten Flachstahl.

Stahlproduktion in Deutschland gesunken

Die Stahlproduktion in Deutschland ist im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 2% gesunken, gab die Wirtschaftsvereinigung Stahl bekannt. Nach einer Steigerung im Januar war besonders ein Rückgang der Produktion um 4,4% im März dafür verantwortlich. Nach wie vor hat  die europäische Stahlindustrie mit niedrigen Preisen aufgrund eines Überangebotes zu kämpfen.

Strafzölle für Rostfrei Produkte aus China und Taiwan

Für zunächst einmal 6 Monate hat die europäische Union Antidumpiung-Strafzölle auf kaltgewalzte Rostfrei Produkte aus China (+25,2%) und Taiwan (+12%) verhängt.

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