Stahlerzeugung

Die Gewinnung von Stahl aus Roheisen erfolgt in erster Linie durch die Beseitigung der im Roheisen enthaltenen und unerwünschten Begleitstoffe – vor allem Kohlenstoff, Mangan, Silicium, Phosphor und Schwefel. Roheisen ist aufgrund seines hohen Kohlenstoffgehalts spröde und erweicht beim Erhitzen nicht allmählich, sondern plötzlich. Deshalb steht die Entkohlung des Roheisens bis zum Kohlen-stoffgehalt des Stahles (Frischen) im Vordergrund. Für das Frischen hat man verschiedene Verfahren entwickelt. Die heute gängigen Methoden sind das Sauerstoff-Frischen und das Elektrostahlverfahren. Die älteren Methoden Bessemer-, Thomas- und auch das Siemens-Martin-Verfahren besitzen heutzutage kaum noch Bedeutung.