Klassifizierung von Stahl

Stähle werden nach dem Herstellungsverfahren oder nach ihrer Anwendung in viele Sorten unterteilt. Aufgrund dieser Vielfalt werden im folgenden nur einige ausgewählte Sorten beschrieben. Unser Video das sie hier aufrufen können (RealAudio) geht intensiver auf dieses Thema ein.

Kohlenstoffstahl
Bei Kohlenstoffstahl handelt es sich um eine einfache, härtbare Stahlsorte, die 0,5 bis 1,7 Prozent Kohlenstoff enthält.

Legierte Stähle
Diese Stähle weisen eine bestimmte Zusammensetzung auf und enthalten einen bestimmten Prozentsatz an Vanadium, Molybdän oder anderen Elementen. Aus legierten Stählen werden eine Vielzahl von Produkten,
wie z. B. Getriebe und Achsen von Fahrzeugen, hergestellt. Manche Stahllegierungen, die Cobalt und Wolfram enthalten nutzt man zur Erzeugung permanenter Magneten.

Nichtrostende Stähle
Nichtrostende Stähle enthalten Chrom, Nickel und andere Legierungselemente, die verhindern, daß sie beiFeuchtigkeit oder der Einwirkung von korrodierenden Säuren und Gasen verrosten. Chrom macht den Stahl besonders hart, während Nickel die Zähigkeit des Stahles erhöht – eine Legierung mit 25 Prozent Nickel kann beispielsweise auf die doppelte Länge ausgezogen werden, ohne zu zerreißen. Der V2A-Stahl (früher auch Nirosta) enthält z. B. 71 Prozent Eisen, 20 Prozent Chrom, acht Prozent
Nickel sowie je 0,2 Prozent Kohlenstoff, Silicium und Mangan. Nichtrostende Stähle werden beispielsweise für Leitungen und Tanks von Erdölraffinerien und in der chemischen Verfahrenstechnik verwendet. Operationsbestecke und medizinische Geräte werden ebenfalls aus diesen Stählen hergestellt.

Werkzeugstähle
Aus diesen Stählen stellt man viele Arten von Werkzeugen und die schneidenden und formenden Teile von motorgetriebenen Maschinen für verschiedene Bearbeitungsvorgänge her. Sie enthalten Wolfram, Molybdän und andere Legierungselemente, die ihnen zusätzliche Festigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb verleihen.